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Computersysteme retten Leben

Fachhochschule Duesseldorf

Neue Sicherheitstechnologien

Dipl.-Ing. Herr Koop Hydrograph

Projekte als Gesetzesgrundlage

Mehr Sicherheit für die Badegäste durch neue Technologien
Allgemein:
Bei diesen Erfindungen handelt es sich um technische Überwachungssysteme auf den Grundlagen der Laufzeitmessungen von Funk- und Schallwellen zur Erhöhung der Badesicherheit. Insgesamt stellen diese neuen Technologien ganz neuartige Rettungsleitsysteme dar und unterstützen das Aufsichtspersonal bei ihrer schwierigen Aufgabe der Lebensrettung. Ertrinkungssituationen können über diese Rettungsleitsysteme sehr viel schneller und effizienter ermittelt werden, als es durch Menschen überhaupt möglich ist.
 
Funkwellentechnologie:
Eltern und Kinder werden beispielsweise über RFID-Transponder (Positionsbestimmung per Funk) einander zugeordnet. Diese Funkchips können als Arm- bzw. Fußbänder oder auch als Amulett am Hals getragen werden. Fällt nun ein Kleinkind, welches am Kassenautomaten einen Nichtschwimmer-Transponder erhielt, in ein tiefes Schwimmbecken, stellt das System über Laufzeitmessungen gesendeter und empfangener Signale fest, wo sich die Eltern gerade befinden. Befinden die Eltern sich nicht in unmittelbarer Nähe erfolgt nach Ablauf der eingestellten Vorwarnzeit (z.B. 25 Sekunden bei einem vierjährigen Kind) die Alarmierung der Badeaufsicht und die Einleitung der konkreten Rettungsphase. Die letzte Laufzeitmessung (Funkortung) am Beckenrand ergibt hierbei das Koordinatenfeld im Wasser.
 
Schallwellentechnologie:
Ganz ähnlich verhält es sich im Wasser. Nur, dass es sich hier um Schallwellen handelt. Hierüber ist es dem System möglich die Größe von Personen zu bestimmen, die Verhaltensmuster zu erfassen und zu erkennen, ob und wie lange diese sich unter der Wasseroberfläche befinden. Gerät z.B. ein Badegast unbemerkt von der Badeaufsicht, sonstigen Rettungskräften und anderen Badegästen in eine lebensgefährliche Situation und droht zu ertrinken, wird dies vom Rettungsleitsystem erkannt. Nach Ablauf der Vorwarnzeit leitet es die Rettungsphase über die Alarmierung der Badeaufsicht ein. Die fortlaufende Koordinatenfeststellung der ertrinkenden Person ermöglicht dabei die schnellstmögliche Navigation der Rettungskräfte zur Unglücksstelle, selbst wenn Strömungsverhältnisse vorherrschen, die zu ertrinkende Person sich mehrere Meter unter der Wasseroberfläche befindet und mit den bloßen Augen für die Retter nicht erkennbar ist (z. B. an der Nordsee).